Familien mit kleinen Kindern nicht vergessen

20.04.2020, 11:16
Von der aktuellen Situation sind Familien mit Kindern im Vorschul- und Primarschulalter besonders betroffen. Den Kindern fehlen Kontakte zu Gleichaltrigen. Kindern, deren Familien keine entsprechenden Angebote machen können, fehlen pädagogische Anregungen und Lernmöglichkeiten. Hinzu kommt: Zahlreiche fremdsprachige Kinder hören und sprechen nur in der Kita oder in der Schule Deutsch. Diese Lernorte sind wichtig für den Erwerb der Unterrichtsprache und somit die späteren Bildungschancen.
Viele Familien haben nun mehr Zeit füreinander und können näher zusammenrücken. Das ist sehr positiv. Doch fehlende Strukturen und Ausweichmöglichkeiten sowie existenzielle Sorgen können auch das Konfliktpotential erhöhen. Gerade kleine Kinder können sich momentan kaum Hilfe und Unterstützung von aussen holen.
Und es sind v.a. Frauen, die durch den verlängerten Wegfall der institutionellen Kinderbetreuung und das Homeschooling von der Erwerbsarbeit abgehalten werden. Diese Situation trifft Alleinerziehende besonders hart.
Die CSPO Frauen begrüssen es, dass die Schulen im Mai wieder öffnen. Wir sind sicher, dass sie praktikable Lösungen und Schutzkonzepte erarbeiten werden, um die Hygienebestimmungen einzuhalten. Das gleiche wünschen wir uns auch für die Kitas. Kitas brauchen zudem dringend finanzielle Unterstützung von Bund und Kanton, damit die Angebote auch nach der Corona-Zeit aufrechterhalten werden können – und nach der Coronakrise keine Betreuungskrise folgt.

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