Integriertes Wassermanagement – vorausschauende CSPO

Am 18. September 2022 gab die Chefin der Dienststelle für Umwelt in einem Interview im Walliser Boten bekannt, dass eine Übersicht der Wasserressourcen und Wassernutzungen nach wie vor fehlt.

Dabei forderte unser Grossrat Alexander Allenbach bereits mit einem an der Märzsession 2016 eingereichten und später erfolgreich überwiesenen Motion die Erarbeitung einer kantonalen Gesetzgebung zur Wasserversorgung, mit den explizit formulierten folgenden Zielen: Das Verhältnis zwischen dem Kanton und den Wasserversorgungen zu regeln, die Rechte und Pflichten der Wasserversorgungen aufzuzeigen, das Verhältnis zwischen den Wasserversorgungen und den Wasserbezügerinnen und -bezügern sowie das Verhältnis der Wasserversorgungen unter sich zu regeln und das Trinkwasser für zukünftige Generationen zu sichern. Umgesetzt wurden diese Forderungen leider nicht, wie das Statement der Dienstchefin belegt.

Vor dem Hintergrund des Hitzesommers und des insgesamt niederschlagsarmen Jahres sowie der in der Folge stark abgeschmolzenen Gletscher hat diese Problematik ungeahnte neue Dimensionen angenommen. Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Umsetzung einer zukunftsorientierten Wasserstrategie und eines innovativen Wassermanagements liegen längst vor.

Es ist fünf vor zwölf, um die entsprechenden Arbeiten in Angriff zu nehmen und das Wasser über seinen Stellenwert als Energiequelle hinausführend als zentrale Ressource unter einer globalen Perspektive neu zu organisieren – bevor das letzte Eisfeld abgeschmolzen sein wird.