Service Public
Die CSPO steht für einen qualitativen Service Public ein

Die Erreichbarkeit muss laufend verbessert werden

Die grossräumige Erreichbarkeit des Oberwallis wurde mit dem Lötschbergbasistunnel erheblich verbessert. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen, nicht zuletzt für den Tourismus und als Wohnstandort. Da der Lötschbergbasistunnel seine Kapazitätsgrenze aber bereits jetzt erreicht hat, ist ein Vollausbau unumgänglich. Die unendliche Geschichte um die Autobahn scheint sich langsam dem Ende zuzuneigen. Damit wird auch die Erreichbarkeit mit dem Auto einen neuen Schub erhalten. Störend ist aber nach wie vor, dass für die Autoverbindungen sowohl nach Norden und Osten als auch nach Süden eine Gebühr entrichtet werden muss. Die CSPO setzt sich deshalb dafür ein, dass die Strecke Gampel/Steg–Goppenstein ins Nationalstrassennetz aufgenommen und der Autoverlad am Lötschberg gratis wird. Zu prüfen ist auch eine Aufnahme der H9 im Goms als wichtige West-Ost-Achse ins Nationalstrassennetz.

Aus touristischer Sicht ist zudem das Projekt der Grimselbahn zu unterstützen. Sie verspricht einen wesentlichen Entwicklungsschub für das Goms durch die Bildung der längsten zusammenhängenden Schmalspurbahn weltweit. Zur Verbesserung der Verkehrsnetze innerhalb des Oberwallis dürfen die kantonalen Strassengelder auf keinen Fall weiter gekürzt werden. Im Gegenteil: die Verkehrssicherheit auf den Bergstrassen muss weiter gesteigert werden. Auf dem Regionalverkehrsnetz soll, wo nicht bereits erfolgt, durchgehend ein Halbstundentakt eingeführt werden. Zudem müssen die öV-Verbindungen zu Randzeiten mit einem speziellen Fokus auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ausgebaut werden .

Für eine starke und flächendeckende Grundversorgung

Eine gute und flächendeckende Grundversorgung ist eine unerlässliche Standortvoraussetzung für alle Privatpersonen ebenso wie für die Wirtschaft. Die CSPO setzt sich deshalb ein für ein dezentrales Poststellennetz und für die Erschliessung des ganzen Oberwallis mit hochwertigen Breitbandverbindungen. Die Mobilfunkerschliessung muss laufend auf dem neuesten Stand der Technologie ausgebaut werden. Die CSPO steht auch ein für einen qualitativ hoch stehenden Service Public in der Medienwelt. Dazu trägt einerseits der Wettbewerb unter den verschiedenen Medien bei, andererseits müssen die Standortnachteile eines Gebirgskantons entsprechend abgegolten werden (Gebührensplitting bei Radio- und Fernsehen, indirekte Presseförderung bei den Printmedien). Eine qualitativ hoch stehende Versorgung mit Elektrizität gilt in einem zunehmend technisierten und digitalisierten Umfeld als Selbstverständlichkeit. Doch dazu braucht es entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen und Anstrengungen der Stromwirtschaft. Die Gemeinden setzen sich in ihrem Verantwortungsbereich ebenso für eine gute Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft ein. Dazu gehören u.a. Güter des täglichen Bedarfs (Dorfläden), Wasserver- und -entsorgung, Abfall usw. Wo nötig und sinnvoll werden regionale Lösungen angestrebt. Die CSPO wehrt sich in diesem Zusammenhang gegen eine zunehmende Lastenverschiebung vom Kanton zu den Gemeinden und setzt sich dafür ein, dass die Gemeinden dank des interkommunalen Finanzausgleichs befähigt werden, die ihnen zufallenden Aufgaben zu erledigen.

Die Landwirtschaft als Garant für authentische, einheimische Produkte

Die Landwirtschaft übt im Wallis wie in anderen Regionen äusserst wichtige Funktionen aus. Nicht nur versorgt sie uns mit einheimischen und qualitativ hoch stehenden Nahrungsmitteln. Sie pflegt auch die Kulturlandschaft und stellt somit die Grundlage für den Tourismus dar.

Eine Eigenart der Walliser Landwirtschaft ist der hohe Anteil an Nebenerwerbsbetrieben. Diese können nur weiter existieren, wenn ein Haupterwerb, sprich die Arbeitsplätze in der Lonza und anderen Betrieben gesichert sind. Die Landwirtschaft im Oberwallis ist auch anders strukturiert als im Unterwallis. Die CSPO setzt sich deshalb dafür ein, dass die Eigenheiten der Oberwalliser Landwirtschaft weiterhin eine politische Stimme und eine eigene Standesvertretung haben. Die Landwirte sind Unternehmer. Als solche müssen sie langfristige Entscheide treffen.

Die CSPO fordert, dass auf eidgenössischer Ebene das in den vergangenen Jahren allzu hohe Reformtempo gedrosselt wird und die Berglandwirtschaft und auch die Nebenerwerbslandwirtschaft gestärkt werden.

Die Haupt- und Nebenerwerbserwerbsbetriebe leiden unter den hohen administrativen Lasten. Die CSPO setzt sich deshalb dafür ein, dass diese zu hohe Bürokratie substanziell reduziert wird.