Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft

Sichere Arbeitsplätze

Die Lonza ist unbestritten der grösste Arbeitgeber im Oberwallis. Zusammen mit den zahlreichen Klein- und Mittelunternehmen macht sie das Oberwallis zu einem attraktiven Arbeitsort. Die Standortpolitik des Kantons und der Gemeinden muss so ausgestaltet sein, dass diese Unternehmen weiterhin im Oberwallis tätig sind und sich auch neue Betriebe ansiedeln können. Dazu gehören neben finanziellen Anreizen, wie den Steuern und dem Abbau administrativer Lasten, auch sogenannte weiche Faktoren, wie ein hochstehendes Bildungswesen mit anerkannten Lehrbetrieben und einer modernen Berufsbildung, interessante Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben für Jugendliche, ausgebaute Verkehrsanbindungen, moderne Kommunikationstechnologien, das kulturelle Angebot und die Kinderbetreuung. Zum Abbau administrativer Lasten gehört auch, dass die Abläufe in der kantonalen Verwaltung kritisch durchleuchtet und Kosten eingespart werden z.B. durch Einsatz von IT und internen Synergien. Sparprogramme auf dem Buckel der Angestellten der kantonalen Verwaltung werden hingegen von der CSPO abgelehnt.

Starker Tourismus = starke Zukunft

Der Tourismus erwirtschaftet rund einen Drittel der Wirtschaftsleistung im Oberwallis und ist damit ein zentraler Wirtschaftsfaktor für den ganzen Kantonsteil. Der Walliser Tourismus ist mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Tief greifende strukturelle Probleme werden massiv verstärkt durch externe Faktoren, wie die Folgen der Zweitwohnungsinitiative, die Aufhebung des Euro-Mindestkurses, die schneearmen Winter, das veränderte Reiseverhalten der Gäste usw. Der Walliser Tourismus muss neu positioniert werden.

Die CSPO erwartet, dass der Kanton eine klare tourismuspolitische Vision und Strategie entwickelt und zu deren Umsetzung eine Dienststelle für Tourismus schafft. Das Marketing muss nach Aussen mit vereinten Kräften über Valais/Wallis Promotion erfolgen. Durch verstärkte Kooperationen unter den touristischen Leistungsträgern können Synergieeffekte genutzt und Kosten reduziert werden.

Die Hotellerie muss weiterhin durch den Sondersatz für Beherbergungsleistungen gestützt werden, der dauerhaft in der Bundesverfassung verankert werden muss. Anzustreben sind zudem flexiblere Arbeitszeitmodelle, u.a. mit Ganzjahresarbeitszeitmodellen. Die Seilbahnen müssen von administrativen Lasten befreit und finanziell unterstützt werden (Befreiung der Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer, Rabatte auf Stromkosten u.a.). Sowohl die Hotellerie und Parahotellerie als auch die Seilbahnen müssen zudem gezielt mit Impulsprogrammen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden.

Das touristische Angebot muss stärker auf den Sommer und die Vor- und Nachsaison diversifiziert werden. Die vorhandenen Potenziale beispielsweise im Kultur- und Gesundheitstourismus gilt es diesbezüglich zu nutzen.

Die Landwirtschaft als Garant für authentische, einheimische Produkte

Die Landwirtschaft übt im Wallis wie in anderen Regionen äusserst wichtige Funktionen aus. Nicht nur versorgt sie uns mit einheimischen und qualitativ hoch stehenden Nahrungsmitteln. Sie pflegt auch die Kulturlandschaft und stellt somit die Grundlage für den Tourismus dar.

Eine Eigenart der Walliser Landwirtschaft ist der hohe Anteil an Nebenerwerbsbetrieben. Diese können nur weiter existieren, wenn ein Haupterwerb, sprich die Arbeitsplätze in der Lonza und anderen Betrieben gesichert sind. Die Landwirtschaft im Oberwallis ist auch anders strukturiert als im Unterwallis. Die CSPO setzt sich deshalb dafür ein, dass die Eigenheiten der Oberwalliser Landwirtschaft weiterhin eine politische Stimme und eine eigene Standesvertretung haben. Die Landwirte sind Unternehmer. Als solche müssen sie langfristige Entscheide treffen.

Die CSPO fordert, dass auf eidgenössischer Ebene das in den vergangenen Jahren allzu hohe Reformtempo gedrosselt wird und die Berglandwirtschaft und auch die Nebenerwerbslandwirtschaft gestärkt werden.

Die Haupt- und Nebenerwerbserwerbsbetriebe leiden unter den hohen administrativen Lasten. Die CSPO setzt sich deshalb dafür ein, dass diese zu hohe Bürokratie substanziell reduziert wird.