Wochenaufenthalterstatus: gerecht und solidarisch

In zwei WB-Ausgaben dieser Woche wurde ausführlich über den Wochenaufent-halterstatus berichtet. Die CSPO wehrt sich im Interesse unserer Oberwalliser (Berg)gemeinden mit Nachdruck gegen die Forderung der WB-Redaktorin nach Abschaffung dieses steuerrechtlichen Konstrukts. Nach unserer Ansicht ist der Wochenaufenthalterstatus sowohl gerecht als auch solidarisch. Unsere (Berg)gemeinden sind bekanntlich trotz hoher Steuersätze finanziell nicht auf Rosen gebettet. Sie sind auf jeden Steuerzahler angewiesen. Der Wochenaufenthalter-status trägt viel zu einer möglichst langen emotionalen und familiären Verbundenheit eines auswärts Arbeitenden zur Heimatgemeinde bei. Dies wiederum ist ein wichtiger

Faktor um der viel beklagten Entvölkerung unserer Bergdörfer entgegen zu wirken. Die Abschaffung des Wochenaufenthalterstatus, auch vom Kanton und der Stadt Bern gefordert, wäre auch im höchsten Grade ungerecht. Denn meistens sind Wochenaufenthalter bestens ausgebildete Berufsleute und Hochschulabgänger, welche in ihrer heimatlichen Umgebung keine entsprechende Arbeitsstelle finden. Die teure Ausbildung dieser Fachkräfte wurde grösstenteils durch die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden) finanziert. Und nun sobald sie erwerbstätig sind, sollten sie ihre Steuern andernorts bezahlen. Dies ist im höchsten Masse ungerecht und unsolidarisch. Die bestehende Gesetzgebung und die entsprechende Praxis kommt den Wochenaufenthaltsgemeinden schon jetzt grosszügig entgegen. Die CSPO spricht sich gegen eine Verschärfung der Gesetzgebung oder gar Abschaffung des Wochenaufenthalterstatus aus.