Wolfabschuss: keine aufschiebende Wirkung!

Nach langem Würgen und Hängen hat der Staatsrat doch noch den längst überfälligen Abschuss eines Wolfes verfügt. Zur Beruhigung der Situation wurde dieser Abschuss in den Zeitungsspalten überschwänglich ausgebreitet und kommentiert. Dabei wird der Abschuss eines Einzelstückes kaum etwas zur Stabi-lisierung und Beruhigung der Situation unserer Schäfer beitragen. Weitergehende Massnahmen, wie aus Schäferkreisen gefordert, sind unbedingt notwendig. Das beste wäre, wir hätten gar keine Wölfe im Wallis, wie das auch von der überwältigen Mehrheit der Bevölkerung mit der angenommen Verfassungsinitiative verlangt wurde.  Ein wichtiger Punkt wurde in den Medien und in der Mitteilung der Regierung nicht erwähnt. Es gilt nämlich so sicher wie das Amen in der Kirche, dass sogenannte Umwelt- und Tierschützer wie immer Abschussverfügungen mit Beschwerde durch alle Gerichte anfechten werden. Der Staatsrat hat es in der Hand, allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Das Verwaltungsverfahrens-gesetz gibt ihm hierzu dien notwendig Kompetenz. Das heisst: trotz Einsprachen gegen die Abschussverfügung können die Abschüsse getätigt werden. Eine Information, ob dem so ist, wäre angezeigt. Wenn Einsprachen aufschiebende Wirkung haben, verkommen die Abschussverfügungen zur Farce.